Zwei Kontinente, drei Sprachen, sechs Kapitel. Kein gerader Weg –aber einer, der dahin führt, wo Zoe am 12. September 2026 stehen will: in den Bergen von Nizza.
Eine Kindheit zwischen Sport, viel Sport, Barney dem Dinosaurier, Pokémon, Harry Potter und Tom Sawyer. Fünf Hungers in ihr: Weite, Abenteuer, Gerechtigkeit, Intelligenz, Humor. Ein Fundament, das nie in Frage stand – auch wenn manche sie seltsam fanden.
21,1 Kilometer durch Berlin. Brandenburger Tor, Brasilien-Stirnband, Startnummer 13033 (3 ist ihre Glückszahl). Mit der Unterstützung von Miguel, ihrem ehemaligen Coach, hat sie es geschafft. Aber der eigentliche Grund, warum sie die Ziellinie überquerte, war ihre Mama — die sich in einer Leukämie-Behandlung befand, und für die jeder Kilometer immer mehr Liebe bedeutete. Sieben Monate später, im November, verließ uns ihre engste Vertraute und wurde ein leuchtender Stern. Die Trauer führte zu einer Entscheidung. Der Wendepunkt: Wenn es irgendetwas gab, auf das Zoe je gewartet hatte — das hatte sich geändert. Zeit ist nicht selbstverständlich. Ein paar Monate später entschied sie sich, mit dem Triathlon anzufangen.
sie glaubt, dass sie noch immer und jeden Tag von ihrer Mama geführt wird, jeden Schritt. ihr Schutz. und witzigerweise war 13 die Glückszahl ihrer Mama — schau noch einmal auf die Startnummer.
August 2024. Das Triathlon-Leben wird real. Erstes Rennen entschieden — Anmeldung für den Hannover Sprint im September gemacht. Ein Monat Vorbereitung mit Rafa als Coach: kein Fahrrad, kein Kicker, keine Ahnung, was Triathlon wirklich bedeutet. Die Trauer traf am härtesten. Und je stärker sie war, desto mehr Kraft gab sie — weiterzumachen, zu trainieren, jeden Tag 1 % besser zu werden.
Vollzeit-Job. Vollzeit-Training. Vollzeit-Leben. 2025 war das Jahr, in dem Triathlon aufhörte, etwas Neues zu sein – und das Ding wurde. Zweimal Krafttraining, dreimal Schwimmen, viermal Laufen und Radfahren. Wecker um 5:45 Uhr. Schwerer Rucksack von zuhause zum Schwimmbad, ins Büro und wieder zurück. Kochen, putzen, Sozialleben – alles noch da, nur kleiner. Viele Neins. Zu Spätabenden, spontanen Plänen, entspannten Morgen. Und darunter: Fokus, Disziplin und Vertrauen. Kein blinder Glaube – die Art, die man sich aufbaut, indem man jeden Morgen erscheint. Jeden einzelnen.
Ein Satz von Rafa, mitten im Telefonat, aus dem Nichts: „Und dann kannst du im September den 70.3 in Italien machen." Sie sagte es nicht laut, aber der Gedanke traf sie sofort: Bin ich bereit? Werde ich bereit sein? Sie entschied sich, dem Prozess zu vertrauen. Ihrem Coach zu vertrauen. Sie ging all-in. Cervia, September 2025 — ihr erster 70.3. Und lächelnd aus dem Wasser kommend. Denn für sie war der härteste Kampf nie das Rennen. Es war jeder einzelne Morgen, an dem sie sich entschied, nicht aufzuhören. Cervia war nur der Tag, an dem es sichtbar wurde.
Zum ersten Mal ein Rennen in Brasilien, zweiter 70.3 – und nicht allein. Umgeben von Familie und Freunden wurde sie getragen wie nie zuvor. Es war kein Rennen – es war Emotion in Bewegung: Unterstützung, Liebe und Druck auf einmal. Ein harter Tag, ein tiefer Kampf, und eine Ziellinie, die mehr bedeutete als Zeit. Aufgebaut auf harter Arbeit, getragen von anderen und mit einem Quäntchen Glück – sie qualifizierte sich für die Ironman 70.3 Weltmeisterschaft in Nizza, Frankreich.
YET TO COME.
Was sie antreibt –und was du siehst, wenn du sie rennen siehst.
Sie braucht Räume, die größer sind als ihr Alltag. Unendlichkeit als Zuhause – nicht Flucht.
Sie sucht das Riskante, das Unkartierte. Das ist keine Unruhe – das ist Vitalität, die ein Ventil braucht.
Sie sucht nach Dingen, die am Ende richtig ausgehen. Moralische Intelligenz früh geweckt.
Sie sieht Systeme, bevor andere sie bemerken. Musterkennung als Überlebensstrategie.
Humor als Atemraum, Leichtigkeit als Widerstand. Sie weiß: Lachen trägt, was Tränen nicht halten.
„You're alive when others have already given up."